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Hard Rock und Heavy Metal - Yves und Claude Remy 50 Jahre Klettergeschichte

Ob in den Alpen oder in südeuropäischen Ländern: Seit fünfzig Jahren gibt es im Leben der Remy-Brüder kaum anderes als Klettern. Die Zahl der von ihnen erschlossenen Routen geht mittlerweile in die Tausende.
Erst letzte Woche sind sie wieder aufgebrochen. Nach Griechenland diesmal, auf den Peloponnes, den sie in den letzten Jahren für sich entdeckt haben. Bei den Remy-Brüdern bedeutet das: Sie haben Wände gefunden, festen Fels mit kletterbaren Strukturen, in den sich attraktive Linien legen lassen. Zum Beispiel in Leonidio, an der Ostküste der Halbinsel: «Sehr trocken, sehr warm, sehr schön!», schwärmt Claude Remy von der neuesten Destination auf ihrer Kletter-Landkarte. Sie hat Kalymnos abgelöst, die Sporadeninsel vor der türkischen Küste, auf der die Brüder bei mehr als zwanzig Aufenthalten Hunderte von Routen eingerichtet haben.

Die Leidenschaft für das Klettern zieht sich als Konstante durch das Leben von Yves und Claude Remy. Im Sommer in den Alpen, im Frühling und Herbst in Klettergebieten im Süden, im Winter in der Kletterhalle von St-Légier, in die sie viel Zeit und Arbeit investieren: «Wir lieben das Klettern einfach», erklären sie bei einem Besuch vor Ort, «wenn wir in der Halle klettern, sind wir genauso glücklich wie auf Kalymnos.» Vor dem Wiederholen bestehender Routen steht bei ihnen aber klar das Erschliessen neuer Linien im Fokus. Die Entdeckerfreude treibt sie an.

Vorbild Desmaison

Angefangen hat das alles mit ihrem Vater, der sie schon als Kinder mit zum Klettern nahm. Marcel Remy widmete jede freie Minute, die ihm neben seiner Arbeit als Eisenbahner blieb, dem Bergsteigen. Er gab diese Begeisterung nicht nur an die Söhne weiter, er hat sie sich bis heute erhalten. Im Januar dieses Jahres begleitete er die beiden nach Griechenland und kletterte eine Route im französischen Schwierigkeitsgrad 5c im Vorstieg – mit 92 Jahren. Letztes Jahr dokumentierte Radio Télévision Suisse, eine Tour am Dent de Jaman, die Claude mit seinem Vater unternahm. Im Film spricht Marcel Remy in einer anrührenden Sequenz von dem Glück, das er empfinde, wenn er den Fels berühre.
Auf die Idee, neue Routen einzurichten, brachte die jugendlichen Brüder der Franzose René Desmaison, einer der führenden Alpinisten der fünfziger und sechziger Jahre. Fasziniert von seinen Büchern und einem Vortrag, den er in Lausanne hielt, eiferten sie seinem Vorbild nach. Claude Remy erinnert sich genau an einen Satz Desmaisons: «Bestehende Routen kannst du immer noch wiederholen, aber Erstbegehungen musst du jetzt machen.» Das habe sich in seinen Kopf eingebrannt, sei noch immer präsent.

Als sie in den siebziger Jahren begannen, an Felsmassiven, etwa in St-Loup, neue Routen zu eröffnen, verstanden sie das Klettern in Klettergärten noch als Training für die «richtigen» Touren in den Alpen. Mit der vor allem von Frankreich ausgehenden Sportkletterbewegung wurden diese niedrigeren Felswände zum eigentlichen Ziel. Dort konnte man an gut abgesicherten Routen gefahrlos üben, was zu einem rasanten Anstieg der gekletterten Schwierigkeitsgrade führte. Im Sommer zog es die Remy-Brüder jedoch weiterhin in die Berge, wo sie Mehrseillängenrouten einrichteten, die sie wie im Klettergarten mit Bohrhaken absicherten.
Unter Wiederholern waren Remy-Routen bald einmal für ihre weiten Abstände zwischen den Sicherungspunkten berüchtigt. Das habe in erster Linie daran gelegen, dass die Löcher für die Bohrhaken bis Mitte der achtziger Jahre hätten mit der Hand gebohrt werden müssen anstatt wie heute mit der Bohrmaschine, erklärt Claude Remy. Weil der Aufwand so gross gewesen sei und jedes Bohrloch so lange gedauert habe – im Kalk 15, im Granit bis zu 45 Minuten –, hätten sie so wenig wie möglich gebohrt. Zudem sei Yves zu dieser Zeit so stark geklettert, dass ihm zwei Bohrhaken in einer Seillänge vollauf gereicht hätten.

Ein Paradebeispiel für diesen Absicherungsstandard, der vom Vorsteiger Mut und gute Nerven verlangt, sind die Gletscherschliffplatten oberhalb des Grimselsees. Entdeckt haben diese laut Claude Remy «schönste Granitplatte der Alpen» die Eltern, als sie vom Grimselhospiz zur Lauteraarhütte wanderten. «Meine Mutter sagte, als sie zurückkamen: ‹Wir haben eine grosse Wand gesehen, sehr glatt, dort kann man nicht klettern.› Mein Vater sagte: ‹Hört zu, Jungs, ihr könnt das klettern. Macht das!›» Natürlich hörten die beiden auf ihren Vater und richteten im «Eldorado» eine ganze Reihe von Reibungsklettereien ein. Mittlerweile sind es an den Massiven entlang des Grimselsees mehr als vierzig.

Die berühmteste dürfte die nach ihrer Lieblingsband Motörhead benannte sein, deren 14 Seillängen einer logischen Linie aus Rissen und Verschneidungen folgen. Claude Remy denkt gern an jenen Sommer zurück, in dem sie eine Erstbegehung an die andere reihten: «Als wir 1981 zwischen Lausanne und dem Grimselpass hin- und herfuhren, bescherte uns die unermüdliche Motörhead-Kassette euphorische Autofahrten. Sogar der Wagen zuckte vor Freude über die bahnbrechende Heavy-Metal-Musik. Wir liessen die Fenster geschlossen, um uns nicht das Geringste des inspirativen Zaubers entgehen zu lassen und um zu vermeiden, dass draussen irgendwelche Tiere traumatisiert wurden.»
Die mit 6b bewertete «Motörhead» erschlossen die Brüder zunächst mit Klemmkeilen und zehn Schlaghaken. Drei Tage später kehrten sie zurück, um für Wiederholer Bohrhaken zu setzen. Bei einer ersten Sanierung im Sommer 2003 ersetzten sie die alten Bohrhaken, und 2011 rüsteten sie mehrere Routen neu aus, wobei sie zahlreiche zusätzliche Bohrhaken ergänzten und die Standplätze verbesserten. Klemmkeile und Friends sind aber weiterhin erforderlich. Die Nachbarroute «Septumania» führt über weite Strecken über geschlossene Reibungsplatten. Hier waren von Anfang an Bohrhaken unabdingbar, so dass für die Erstbegehung insgesamt vier Tage nötig waren.

Trouvaillen

Die Remy-Routen im Eldorado sind unter Kletterern bekannt und werden oft wiederholt, ebenso wie etwa jene in Sanetsch oder an der Engstlenalp. Die beiden sind aber auch auf Trouvaillen gestossen, die nur wenig Besuch erhalten, vor allem wenn sie mit einem weiten und anspruchsvollen Zustieg verbunden sind. Eine von ihnen ist der Dôme de Slot, eine Felspyramide im Distelgrat oberhalb der Burghütte, die von Fieschertal aus zu erreichen ist. Ihre zwei Erstbegehungen in der Südostwand, «Ikarus» und «Genius», erfordern trotz den Bohrhaken den geübten Umgang mit mobilen Sicherungsmitteln.
Auf die Frage, warum sie ihre Routen in diesem anspruchsvollen Stil absicherten, erklärt Claude Remy, dass sie ihre Erstbegehungen in erster Linie zu ihrem persönlichen Vergnügen unternähmen. «Normalerweise kommen wir nach der Erstbegehung nochmals zurück und setzen mehr Bohrhaken, damit die Wiederholer es wirklich geniessen können. Wir machen daraus ja kein Geschäft, wir klettern für uns. Also sind wir auch frei, das in unserem Stil zu tun.» Diesem Stil folgen sie seit rund fünfzig Jahren, so lange sind sie schon zusammen unterwegs. «Wir waren uns immer sehr nah und kennen uns gegenseitig sehr gut», ergänzt Yves Remy. «Wir verlieren keine Zeit mit Diskussionen, wohin wir gehen, was wir machen, wie wir es machen.»
In ein paar Wochen werden die Brüder aus Griechenland zurückkehren, mit gebräunter Haut, vielen Fotos und einem gefüllten Skizzenblock mit Routentopos. Ungebrochen ist ihre Motivation, schöne Felsstrukturen zu finden, die Senkrechte zu überwinden – das unmöglich Scheinende möglich zu machen, wie damals im Eldorado. Sie halten es da mit Jules Verne, den sie in ihrem Kletterführer zu Jura, Waadt und Unterwallis zitieren: «Tout ce qui est impossible reste à accomplir.»
Artikel von: Karin Steinbach Tarnutzer für Neue Zürcher Zeitung
Erschienen NZZ online 20.03.2015

Hier einige der erwähnten Klettergebiete zum näher Kennenlernen wo die Remys u.a. unzählige Marksteine des Schweizer Klettersportes geschrieben haben:

http://www.scalamalade-areas.com/de/detail/121/St.Loup/
http://www.scalamalade-areas.com/de/detail/78/La%20Balmaz/
http://www.scalamalade-areas.com/de/detail/6/Sanetch/
http://www.scalamalade-areas.com/de/detail/51/Dents%20de%20Ruth/
http://www.scalamalade-areas.com/de/detail/12/D%C3%B4me%20du%20slot-Fies...
http://www.scalamalade-areas.com/de/detail/141/Fritzland-Engstlenalp/
http://www.scalamalade-areas.com/de/detail/21/Miroir%20d'Argentine/

Bärecup Bärn Bouldern – Hauptprobe vor den nationalen Boulderwettkämpfen

Wann: Sonntag, 22.3.2015, Wo: bimano Boulderhalle Bern „z’Büro”

Mitmachen kann jeder. Von “Sauschlecht” bis “Saugut” sind alle willkommen.

Die Preise sind wie immer der Wahnsinn und alle können etwas mit nach Hause nehmen!

Kategorien: Kids, Knaben und Mädchen am Vormittag – Jugend, Damen, Herren und Masters am Nachmittag.

Anmeldung unter:

http://bimano.ch/baerecup/http://bimano.ch/baerecup/

O'zoapft isch - O'Bloc neue Kletterhalle in Ostermundigen!

Spatenstich für die Kletterhalle O'Bloc

Am Freitag 06.03.2015 erfolgte hinter dem Werkhof Mösli in Ostermundigen der Spatenstich für die Bauarbeiten der neuen Kletter - und Boulderhalle.
Nach jahrelanger Planung welche immer sehr gut geheim gehalten wurde, wie die Hasliberger Klettergebiete, entsteht nun etwas woran viele andere Kletterer und Projekte der Region gescheitert waren. Ab Ende 2015 kann auf rund 2000 Quadratmetern geklettert werden.
Die Investitionskosten von rund vier Millionen Franken werden von Privaten getragen, Christian Tschudi und Sandro Niklaus bringen grosse Erfahrung im Klettersport mit und somit können wir es schon heute nicht erwarten die erste Hand anzulegen. Das Magnetfeld mit seinem bisherigen Magnet in Bern wird damit von einer neuen Magnetströmung (O'Bloc) verändert.

Auf dem Bild die beiden Initianten Sandro Niklaus und Christian Tschudi sowie Gemeindepräsident Thomas Iten (von links) feiern den Baustart für die Kletter- und Boulderhalle.
Bild: Markus Zahno

Verfolgt die Entsehungsgeschichte auf:

https://www.facebook.com/oblocbook?fref=ts

http://www.obloc.ch/

Eisklettern wird vorgestellt!

In einem kurzen Fernsehbeitrag auf RTS, eh beh oui en français)) wird das Eisklettern von einigen unseren engen Freunden erklärt und demonstriert.
Geklettert wird unter anderem im wunderschön gelegenen Hausgebiet von Säm in der Nähe von Montana/VS.

Viel Spass beim schauen und heisse Finger garantiert!

http://www.rts.ch/play/tv/sport-dimanche/video/le-mag-lescalade-sur-glac...

Scalamalade Mountain Lizard's Team Sponsor

Scalamalade ist erfreut ein neues Format von Kletterförderung zu unterstützen. Scalamalade wurde Bekleidungssponsor für das Mountain Lizard’s Team unter der Leitung von Roman Hutzli, Davos.
Das Team richtet neue Klettergebiete in der Schweiz ein sowie unternimmt Expeditionen und Roadtrips zu bekannten und weniger bekannten Zielen. Ziel ist es junge Sportbegeisterte in jedem Bereich des Bergsports professionell aus- und weiterzubilden, sowie auch umfassend in jedem relevanten Bereich eines "Spitzensportler"-Lebens gefördert und betreut zu werden.

Wir freuen uns an euren Erlebnissen teilhaben zu können.
Informationen werden auf der Teamhomepage gepostet: http://www.kletternschweiz.ch/mountain-lizards
Neue Klettergebiete werden präsentiert auf: http://www.kletternschweiz.ch sowie auf: http://www.scalamalade-areas.com

Sonntagsausflug aufs Stockhorn 2190m

Kurz vor Weihnachten nutzten Simon und ich (Roman) den freien Sonntag und das schöne Wetter und fuhren nach Erlenbach im Simmental. Hier nahmen wir die Luftseilbahn zum Stockhorn hinauf. Von der Bergstation ging es dem zugeschneiten Wanderweg entlang hinunter, bis zum Wandfuss der kleinen Nordwand des Stockhorns.
Die Pickel und Steigeisen waren bald montiert und so kletterten wir los. Das Gelände ist zwar keineswegs schwer, doch um sich Anfangs Winter wieder ein bisschen an die Pickel zu gewöhnen ist es optimal. So erreichten wir auch schon bald den Gipfel, wo wir nicht nur die Sonne sondern auch das schöne Panorama genossen.
Da der Tag noch jung war entschlossen wir uns, gleich nochmals abzusteigen und noch den Westgrat zu machen. Dieser entpuppte sich als ebenso schön, doch so einfach, dass wir das Seil gar nicht mehr hervorholten. Umso weniger Verständnis hatten wir folglich für die endlos vielen Bohrhaken auf diesen kurzen Grat. Auf dem Gipfel angekommen, nahmen wir die nächste Bahn und machten uns gemütlich auf den Heimweg.

Stockhorn NordwandStockhorn NordwandAussicht auf den ThunerseeStockhorn NordwandSimon am WestgratSimon am Westgrat

Walliser Geheimgebiet - Frohe Festtage!

Balavaud...noch nie gehört. „Los komm schon!“ Es braucht doch schon einiges an Überzeugungskraft den weiten Weg nach Ardon auf sich zu nehmen um in diesem kleinen Klettergebiet klettern zu gehen.
Ardon liegt 15 Fahrminuten von Sion im Talboden. Das Klettergebiet Balavaud ist wunderschön gelegen inmitten eines Privat gehaltenen Rebberges. Daher ist das klettern nur von November bis Februar autorisiert.
Die Kletterrouten sind zwischen 15 und 32m lang und mehrheitlich im Grad 7a aufwärts, die Wand ist sehr kleingriffig und zum teil überhängend. Es hat 15 Routen. Die Wand ist südlich ausgerichtet und die Sonne scheint wärmend an die Wand. Hier zu klettern ist wie Weintrinken und in Genuss zu schwelgen.

Doch in diesem Klettergarten wird einem nichts geschenkt. Auch Guido und Angelo kämpften sich hoch. Angelo lachte nur und sagte geile Tour, eine der besten die er gemacht hat. Voilà nicht zu viel versprochen. Pumpig und stehtechnisch gemein startet die Route, erinnert ans Lehn, danach geht es los mit einigen kräftigen Zügen à la Wenden, danach Tropflöchlifels wie in der Verdon und zum Schluss noch einen gemeinen Runout mit heiklem Aufsteher wie in den Engelhörnern.

So sieht ein super Klettertag aus!

Das gesamte Scalamalade Team wünscht allen schöne und frohe Feiertage! Weiterhin viele neue Erlebnisse am Fels im alten wie im neuen Jahr!

Regiocup Sumiswald 2014

Am kommenden Samstag dem 29. November 2014 findet im Forum Sumiswald der Regiocup Kletterwettkampf 2014 statt! In verschiedenen Kategorien werden die besten Sportkletterer gesucht.

Weitere Infos findet Ihr hier:
http://www.forum-sumiswald.ch/domains/forum-sumiswald_ch/data/free_docs/...

Online Anmeldung:
http://www.forum-sumiswald.ch/site/index.cfm?id_art=9704&vsprache=de

Schwarzmönch update 2014

Es war wieder soweit! Schwarzmönch!
Nach Vorarbeiten im Oktober 2013 zeigt sich der Altweibersommer von seiner schönsten Seite. So waren die Rücksäcke und die Büchse (Originalkommentar vom Postautochauffeur) schnell gepackt, doch oh weh, sie sind zu schwer!! An ein Klettern mit solch Säcken ist nicht zu denken. So wird die Variante zum Biwak hochzulaufen ins Auge gefasst. Und welch Überraschung, das gut markierte Weglein, obwohl steil, windet sich elegant und schön abwechslungsreich in die Höhe und wir (Guido und Angelo) erreichen das Biwak in 3h. Das Biwak wurde nun bequemer gestaltet, mehr Fläche zum Sitzen und Schlafen sowie das 60l Fass, sogenannte Büchse, deponiert. Das Klettern am Sonntag verlief dann katastrophal! Wir waren so verdammt langsam, zu schwerer Haulbag zum Nachziehen. Der Haulbag liessen wir dann nach drei Stunden „Wrestling with a pig!“ am Stand der 9. Seillänge zurück und entschieden uns nur noch Hakenmaterial beim Umkehrpunkt bei Seillänge 14 zu deponieren. Von nun an ging es flott voran hochklettern und gleich wieder abseilen, so dass, obwohl kaputt und fluchend keinen Zentimeter weiter neu eröffnet zu haben, wir das Biwak auch wieder verliessen um selbentags via Abseilen über den Vorbau ins Tal zurückkehrten.

Um 21:00 waren wir mit Schürfungen und Blasen an Händen, Armen und Füssen an der Schilthornbahnstation und gossen gleich ein Halbeli Weisswein rein um den Ärger unserer Fehlplanung zu vergessen. Lange Leidensgeschichte, kurzer Sinn. Als mehr als vor 10 Jahren das Projekt Schwarzmönch angefangen wurde,wächst die Utopie eines Husarenstückes bei jedem neuen Anlauf. Ja es sind nur 5 schwere Längen, dann geht es flott bis auf den Mönchsbüffel und dann ist es nicht mehr weit. Jaja, wer sagt so was! Vielleicht wird es unmöglich das Ding zu überwinden, vielleicht sind es nicht 5 Längen oder 8, vielleicht wird der Fels sehr schlecht! Das Projekt im Traum bereits bezwungen, in Realität ein Debakel. Die Utopie weicht der Realität nicht! Auch wenn nun vieles vorbereitet ist, es braucht ruhig Blut, viel Geduld, gutes Wetter, Megamotivation zum Leiden und ein perfektes Packmass!
Die Schwarzmönch Geschichte ist wieder um einige legendäre Anekdoten reicher geworden.
Bis oben ist es noch weit!

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Kaukasus Expedition, Kazbeg 5027m

Vergangenen Monat war ich (Roman) mit Kollegen aus der Schweiz und Frankreich im Kaukasus in Georgien zum Bergsteigen.
Eines der Highlights war die Speedbegehung des Kazbeg (5027m) mit Pascal. Nachdem wir den ersten Teil unserer Reise im Westen verbrachten, gingen Pascal und ich u. a. wegen dem Wetter in den Osten nach Kazbegi. Einem kleinen Dorf nahe der Russischen Grenze, das als Ausgangspunkt für diesen majestätischen Berg dient.
Am 27.9.14 Morgens um 2:50 Uhr starteten wir auf dem Dorfplatz (1740m) und liefen zum Gergeti Kloster hoch. Dort verließen wir die Strasse und folgten dem Wanderweg bis zur Meteostation, welche wir gerade bei Sonnenaufgang erreichten. Vom Hüttenwart, der uns fast nicht glauben wollte, dass wir direkt vom Tal kommen, bekamen wir heissen Tee und so ging schnell eine halbe Stunde vorbei. Weiter ging es nun über den Gletscher zum Pass auf 4400m, wo der Gipfelhang startet. Hier montierten wir die Steigeisen und gingen warm eingepackt die letzten Höhenmeter an. Um 10:20 Uhr, nach 7.5h, 3300hm und 22km erreichten wir den Gipfel bei gefühlten -20 Grad!
Dementsprechend schnell machten wir uns wieder auf den Abstieg. Schnell wurde es wärmer und spätestens bei der zweiten Teepause in der Meteostation waren wir wieder aufgetaut. So waren wir 11h und 40min wieder auf dem Dorfplatz in Kazbegi und genossen den Nachmittag auf der Terrasse unseres Hostels.

Weitere Bilder von unserer Expedition in Georgien findet Ihr hier:

http://desbief.com/WpMatthieu/caucasus-tetnuldi-ascent/

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