Triglav - Höchster Berg Sloweniens

Im Frühjahr war die Gewissheit, dieses Jahr wird auch ein Schwieriges. Lockdown und meine Schulter zwingen oft sich still zu halten und vom Klettern abstinent zu leben. Anfang Juli kam eine lang herbeigesehnte Reise nach Slowenien wie gelegen. Einen der schönsten Berge Europas zu besteigen.
Der Triglav, mit 2864 m.ü.M. höchster Punkt Sloweniens, zählt nicht nur zu den schönsten Bergen Europas, er brilliert mit wundervollen Zustiegen und perfekt eingerichteten und bewarteten zahlreichen Hütten. Für diese anspruchsvolle Bergtour, Klettern bis 2.Schwierigkeitsgrad gesichert durch Drahtseile oder Eisenstifte oder ungesichert, Klettersteigskala K1/K2, Wandertourenskala T5-T6 begleitete mich Florian. Wir entschieden uns für den längsten Weg zum Gipfel, aus dem malerischen Bohinj Seegebiet. So stiegen wir von Stara Fuzina (Sammeltaxi ab Bahnhof Bohinjska Bistrica) durch die Mostnica Schlucht, Voje Tal bis zur Vodnikov Hütte auf und übernachteten dort. Hier wiederfuhr uns etwas noch nie dagewesenes. Da wir nun nicht direkt auf den Gipfel steigen sondern den wirklich einmalig schönen Weg via Sedlo Dolicu, Dolicu Hütte und den Südgrat nehmen, wollten wir zeitig los und fragten für ein kleines Frühstück um 05h. Die Antwort war sehr verwirrend es gehe frühstens um 07h?!? Der Hüttenwart öffne die Türe erst um 07h. Das heisst wir wurden über Nacht eingesperrt. So blieb uns nichts anderes übrig als bereits um 06:30 am Zmorgen zu drängeln und flohen sozusagen schnellen Schrittes um 07h aus unserem nächtlichen Gefängnis.

Der Südgrat ist ein wenig schwieriger und ausgesetzter und verlangt ungesichertes klettern zwischen den gesicherten Abschnitten. Dafür ist die Kletterei vorzüglich und der Gipfel erreicht man urplötzlich beinahe ohne Anstrengung. Zirka 4h30' reine Gehzeit ab der Vodnikov Hütte. Der Abstieg wählten wir via Normalweg und den Prager Klettersteig ins Vrata Tal bis zur Aljazev Hütte. Dieser Weg ist wirklich heftig, und geht gehörig in die Knie. Man vernichtet innerhalb kurzer Zeit 1700 Höhenmeter. Der Aufstieg ist ebenso sehr anstrengend jedoch mit einer unglaublichen Szenerie. Man denkt kaum dass es durch diese Flanke einen gangbaren Weg gibt, welcher nur an drei Stellen perfekt mit Drahtseilen und Leitern gesichert ist. Alternativ kann der Abstieg ins Krmatal in betracht ziehen. Dies wird vor allem von den Einheimischen empfohlen, der Anstieg ist von dort her auch der leichteste, da der Weg behutsam ansteigt.

Fazit: Eine Bergtour von aussergewöhnlicher Schönheit, ein Gipfel erster Güte und zudem einer der Gipfel der European Seven Summits.

Hier einige Impressionen der Tour auf den Triglav.

Perfect reachable by NighttrainLovely Mostnica gorgeIn the Voje valleyFirst view of the TriglavOur route via Dolicu -South ridgeBeautiful landscape all the day longView to the steep ascent from TrentaBeatiful ascent from Dolicu on a perfect pathTriglavFlorianView back to the first short section of via ferrataGuido on the topView down from the est ridge (Common route)Perfect protectedSnow fields on the north side, way to Aljazev domIMG_20200706_1436373It's a long and steep way downSteep way upPictureIMG_20200706_1933515IMG_20200706_1934079