Sportklettern

Wenden Gran Paradiso zu Recht ausgenagelt

Eine unrühmliche Erstbegehung welche so zu recht keinen Platz hat. Ausgenagelt und vergessen ist die richtige Konsequenz.
Bereits bei der Verkündung der Erstbegehung durch ein deutsches Trio zu Beginn Oktober 2019 in den Medien wurde man stutzig. Gran Paradiso 7 Seillängen 6c+, 8a+, 8b, 8c, 8a+, 8b, 7b+. Links neben Zahir, im Sektor Dom. In einem Jahr eine solche Tour von unten einzubohren, und noch rotpunkt zu klettern eine Leistung welche doch etwas mehr als nur einen knappen Medienbericht erfordert. Zudem in den Wenden. Dieser geschichtsträchtige Ort, wo noch heute gewisse Routen den Weg in einen Kletterführer nie gefunden haben. Die Wiederholer auf den Spuren der Erstbegeher wandeln. Von jedem Haken wegzuklettern in den Ozean aus perfektem Kalk. Die Freiheit zu spüren, die Leichtigkeit, so wie der Erstbegeher die selbe Anspannung fand bis zum nächsten Haken. Jeden Meter muss sicher geklettert werden. Freikettern in perfekten Routen welche im Einklang einhergehen mit Stil und Geschichte. Respekt vor dem Berg, dem sauberen Stil.

So ist es nur richtig wurden die Haken aus Gran Paradiso von Yannick Glatthard und Michal Pitelka entfernt. Laut Mitteilung der beiden wurden die Haken mit Hilfe einer 8mm-Lochreihe angebracht. und nicht in freier Kletterei! Eine Erstbegehung im Artifstil. Die Route ist weiter sehr nahe an der Zahir gelegen und endet willkürlich in der Mitte der Wand.
Dieses hochbohren kann niemals toleriert werden! Danke jedem einzelnen für den sauberen Stil anzukämpfen!

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Nachruf Bernd Rathmayer

Traurig erreicht uns die Nachricht über den Tod von Bernd Rathmayer.
Er ist am 19.09.2019 nach langer mit viel Geduld und Optimismus ertragener Krankheit verstorben.
Bernd hinterlässt in seinem Familienkreis eine grosse Lücke. Wir drücken unser Beileid aus.

Für die meisten Kletternden war die Leistung von Bernd, in frühen Jahren untrennbar mit Reto Ruhstaller, danach mit vielen wechselnden Partnern, eine für viele nicht nachvollziehbare, denn die Schwierigkeiten lagen in einem nur einer Handvoll verlesener Spitzenathleten zugänglichem Grad.
Schon früh wiederholte er schwierige alpine Sportkletterklassiker und legte selber Hand an. Die Linien welche Bernd zog waren seit Martin Scheel in den 80'er Jahren die von Schönheit, Kühnheit und Absicherungsstandart die Herausragendsten.

Weit über die Schweizer Grenze hinaus sind Routen wie Deep Blue See 7b+ und Tsunami 7b+ Meilenstein der alpinen Sportkletterei. Wo Eleganz und Freikletterei ein perfektes Zusammenspiel finden.
Bernd hat weitere alpine Sportklettereien im Berner Oberland, der Zentralschweiz eröffnet. Auch im Mixed - und Eisklettern war er stark unterwegs.

Es fehlen die Worte um die Momente, Erlebnisse zu beschreiben die Du uns mit diesen fantastischen Routen schenkst. Du wirst immer bei uns sein.

Plaisir in Innerüschenen

Ein kurzer müdigkeitsbedingter Abstecher ans Schwarzgrätli lies unsere geschundenen Arbeitsseelen baumeln lassen. Jan und Guido. Rückblickend die richtige Wahl!
Ohne knappe Zeitplanung und mit viel Reserve nahmen wir den Schwarzgrätlipfeiler in Angriff. Route Edelweiss. Der angenehme kurzweilige Zustieg, schlussendlich doch 1h15' Fussmarsch, lies uns nicht Zweifeln das wir in guter Gesellschaft sein werden. So ist die klassische Schwarzgrätli Route auch diesentags gut besucht. Wir entscheiden uns für die Edelweiss. Eine nicht minderschöne Kletterroute. Zudem ist die erste Seillänge mit 55m sehr lang und auch die schwierigste für die Vorsteigermoral! Danach kommt nur noch Genuss pur!
Die Augen beginnen zu leuchten und die Hände greifen höher und höher in der tollen Route.
Darf es bitte mehr sein! In diesem verflixten Kletterjahr welches gespickt ist durch zu lange und anstrengende Arbeitswochen. Und dann und wann wieder verderberische Gewittereinlagen im genau entscheidenden Moment. Dafür haben wir eine neue ideale Naherholungsecke gefunden mit den Klettereien im Innerüschenen. Kleine Wandeinblicke in der Fotogallerie. Wir werden diese Ecke wieder Besuchen kommen!

Die Fotos stammen von unserem Besuch Mitte August.

Schwarzgrätli, Innerüschenen, Kandersteg, Berner Oberland, SwitzerlandSchwarzgrätli, Innerüschenen, Kandersteg, Berner Oberland, SwitzerlandSchwarzgrätli, Innerüschenen, Kandersteg, Berner Oberland, SwitzerlandInnerüschenen, Kandersteg, Berner Oberland, Switzerlandscala_pants_12-14klein

Training an den Zähnen (Farnernzähne)

Ein Frühlingstag an den Farnernzähne.
Zum Auftakt der nun endlich, endlich trockenen Saison eine Hardcore Session an den Zähnen. Man munkelt auch 10 Jahre nach der Resterschliessung, dass wieder neue Felsen entstanden sind und darin neue Routen. Ausgeklettert ist nie. Die Zähne überraschen immer wieder. Daher braucht es mehr freie Tage denn ansonsten wird dem Ziel nie die Linie überschritten.
Und das wäre ja schade im besten Klettergebiet der Welt!

Damit das Training nicht nur an den Zähnen Spass macht hier ein par Tipps und Tricks!

Haben wir nun in der Halle den, sagen wir Grad 6c gefestigt, dann geht es gleich draussen an diesen Grad. Doch draussen locken uns die 7a. Doch diese wollen nicht klappen. Woran liegt es?
Oft vergessen wir die Halle hat sehr viele zu gute Stehpositionen. Diese fehlen draussen. Oft muss mühsam und kräftezerrend umgetreten werden um weiterzugreifen und gleich wieder umgetreten werden um weiterzugreifen. Wir denken wenn dann die ersten 7a gehen, geht bald auch 7b. Doch hier gibt es einen grossen Unterschied. In eine 7b muss oft viel mehr investiert werden da die Griffe draussen bedeutend schlechter sind als drinnen in der Halle, und stehen ist auch nicht das gelbe vom Ei.
Hier zählt nicht zu stark forcieren am Fels. Zum Beispiel sollte das Pyramidenkonzept immer beachtet werden: Heisst in etwa: 40 Routen im 6c, 19 im 7a, und nur 3 im 7b! Das ist eine empfohlene Verteilung um Kletterfortschritte zu forcieren. Mehr macht keinen Sinn da in den schweren Routen bei zu intensivem Versuchen die Verletzungsgefahr zu gross ist. Der Kletterflow und das Bewgungsrepertoir ist weit wichtiger am Fels als das krampfhafte Versuchen. Maximalkraft und Fingerkraft werden nebenbei trainiert. Mental verlangt der Fels auch bedeutend mehr als die Halle. Die Route muss genau einstudiert sein. Dies geschieht meist von oben nach unten. Da oben die Züge genau passen müssen da bereits das Laktat sich bemerkbar macht in den Unterarmen.

Klettern heisst Freude haben, und eine schöne Linie wollen wir immer klettern egal wie schwer. Darum gilt auschecken in einem höheren Schwierigkeitsgrad ist immer auch ein gutes Mittel zum Training. Hier kann oft im Toprope geklettert werden um sich langsam vorzutasten.
So wie Jan und ich (Guido) an den Zähnen. Es hat Spass gemacht und jetzt wird trainiert. Draussen am Fels, denn nur der Fels gibt Kraft für den Fels!

Viel Spass und Rock on! By the way Scalamalade verkauft Hosen! Die Hybris gibt es nur noch kurze Zeit in den Farben camel und zederngrün. Zudem gibt es die Shorts in Zederngrün. Direkt zum Shop https://products.scalamalade.com/

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Palestra di Roccia San Paolo Bellinzona

Gerade vor den ersten warmen Frühlingstagen stellen sich viele Kletternovizen die Frage wo am Naturfels das neue Hobby am besten zu praktizieren sei. Viele Gebiete bleiben da oft nicht übrig, da sie den Anforderungen für Anfänger kaum entsprechen.

Ich, Guido, erinere mich noch bestens an unsere Kletteranfänge in den '90 er Jahren. Oft reiste ich mit Kletterkollegen für ein Wochenende nach Arcegno oder Ponte Brolla ins Tessin da dort die Routen sehr gut abgesichert waren und auch eine grosse Auswahl von einfachen Routen vorhanden waren. Dabei wurden wir immer wieder auf den Klettergarten von Hans Horlacher angesprochen. Viele Kletterkurse fanden in diesem hervorragend arrangierten Klettergarten statt. Auch heute noch hat der Klettergarten hoch über den Geleisen bei Bellinzona nichts an seinem Status eingebüsst, ist jedoch ein wenig in Vergessenheit geraten.

Hans Horlacher erreichtete ein veritables Kletterparadies, mit allen Annehmlichkeiten. Bestens abgesicherte Routen, Routenmarkierungen, mit Gartenplatten und Treppen ausgerüstete Ab- und Zustiegswege, Zeltplatz, Unterkunft mit Kochgelegenheit, Bistro. Und dies nur 15 Fussminuten vom Bahnhof Bellinzona entfernt!

Hans Horlacher ein Kletterpionir und passionierter Eisenbahner schaffte hier ab den '70er Jahren ein Netz von 17 Mehrseillängen (2-4 Seillängen) und weiteren Klettergartenrouten. Dabei gibt es unterschiedliche Schwierigkeitsgrade vor allem von 5a bis 6c. Achtung die Routen sind stilecht Oldschool bewertet und es gilt ein Magnesiumverbot. Dafür müssen Friends und Keile mit an den Gurt. Das Abseilen in der Abendsonne 35 m überhängend ist ein Highlight nach einem erfolgreichen Klettertag.

Weitere Informationen sowie ein Topo gibt es auf der Webseite des Klettergarten:

https://arrampicata-sanpaolo-bellinzona.ch/

Fotos von einem Kurzbesuch im 2017 nachfolgend:

Palestra di Roccia San Paolo Bellinzona, Ticino, Switzerland 13Palestra di Roccia San Paolo Bellinzona, Ticino, Switzerland 14Palestra di Roccia San Paolo Bellinzona, Ticino,SwitzerlandPalestra di Roccia San Paolo Bellinzona, Ticino,Switzerland 01Palestra di Roccia San Paolo Bellinzona, Ticino,Switzerland 02Palestra di Roccia San Paolo Bellinzona, Ticino,Switzerland 03Palestra di Roccia San Paolo Bellinzona, Ticino,Switzerland 04Palestra di Roccia San Paolo Bellinzona, Ticino,Switzerland 05Palestra di Roccia San Paolo Bellinzona, Ticino,Switzerland 06Palestra di Roccia San Paolo Bellinzona, Ticino,Switzerland 07Palestra di Roccia San Paolo Bellinzona, Ticino,Switzerland 08Palestra di Roccia San Paolo Bellinzona, Ticino,Switzerland 09Palestra di Roccia San Paolo Bellinzona, Ticino,Switzerland 10Palestra di Roccia San Paolo Bellinzona, Ticino,Switzerland 11Palestra di Roccia San Paolo Bellinzona, Ticino,Switzerland 12

Kletterführer Neuenburg und Waadt Nord

Wer sich für ein Ausflug in uns Deutschschweizern meist unbekannte Gebiete südlichen Teil des Jurabogens interessiert, für den hat das lange Warten ein Ende. Und der im Artikel Geheimgebiete beschriebene Befund bestätigt sich. Auch im allerneusten Führer des Schweizer Alpenclub wurden wieder echte Geheimgebiete ausgelassen und einige Perlen erwähnt jedoch mit dem Hinweis, dass einige Routen selbst entdeckt werden müssen. Unlohnende Gebiete wurden weggelassen, doch was unlohnend und lohnend ist, darüber gibt es wie so oft verschiedene Meinungen. Wer im Besitz ist des alten Führers von 1980 der ist im Vorteil, denn da ziert sich doch die eine oder andere Wand wie eine verwunschene Prinzessin gegen den Himmel. Da muss auch heute noch geklettert werden!
Als Ortsunkundige geniessen wir das Bättern im neuen Führer, denn der weist nun endlich den Weg zu Topgebieten wie: Les Roches Blanches, Les Roches Pattes (Buttes), Les Chaumes, La Roche aux Cros (Vue des Alps). Ideale Herbstgebiete übrigens um der Nebelsuppe zu entkommen.
Wurden im Führer von Maurice Brandt Ausgabe 1980 ganze 87 kleine und grösserer Gebiete beschrieben werden im neuen Führer nur mehr 31 Klettergebiete beschrieben. Es gibt dabei für alle etwas. Von Boulderblöcken, zu Drytoolingfelsen bis zum klassischen Sportklettergarten, auch für Kinder und Anfänger sowie für die Abenteurer unter den Kletternden gibt es viel Interessantes zu entdecken. Im Führer wird explizit darauf hingewiesen dass es noch mehr Gebiete gibt, aber dafür braucht es die Kenntnisse der ortsansässigen Kletterer. Für weitere Abenteuer in einer der verschwiegendsten Ecken der Schweiz ist gesorgt. Viel Spass!!

Der neue Kletterführer ist ab sofort im SAC Verlag erhältlich.

Klettergebiete im Wandel der Zeit – Wie Geheimgebiete entstehen und verschwinden.

Geheimnisse zu haben gibt es in jeder Sportart. Eine spezielle Wachsmischung für die Ski, eine effizientere Trainingsart, spezielle Konstruktionen, neue Materialien etc. Doch im Klettern interessieren uns weniger die Geheimnisse, wie trainiere ich effizienter, wie habe ich weniger Gewicht mit mir. So sind die grössten Geheimnisse im Klettersport unsere Spielplätze. Gut geschützte Geheimnisse sind somit eine wenig bekannte Tour, Route oder Gebiet. Gestaltet sich das geheimhalten von isolierten Routen, Touren als einfach, da die Mehrheit der Kletternden keine langen Zustiege in Kauf nehmen wollen um nur eine Route zu klettern, so sieht es bei Klettergebieten anders aus.

Doch ab wann ist ein Klettergebiet ein Geheimgebiet? Und warum gibt es Geheimgebiete?

Zuerst gilt zu beachten das auch im Klettersport neue Trends innehalten. Trends wiederspiegeln eine Akzeptanz des Ausübens einer Sportart durch eine gewisse Masse, somit tritt die Sportart aus dem Schattendasein heraus und gewinnt an Interesse, bei Publikum, Sportlern und Medien. Die Entwicklung von Sportarten nimmt somit zu und es benötigt neue Spielgebiete um diese Auszuüben.
Generell kann im Klettersport von grossen Trends und somit von grossen Verschiebungen im Kletterverhalten festgestellt werden. Der Kletterhallenboom der letzten 20 Jahre hat das Kletterverhalten sehr stark geprägt. Weiter hinzu kamen die Digitalisierung von Informationen zum Klettern in Form von Internetforen, Blogs und Klettergebietsseiten.
Geheimgebiete könnte man meinen gehörten gerade dank Internet und sozialer Medien in Zukunft der Vergangenheit an, da überall Ticklists, Fotos und Erlebnisberichte publiziert werden. Jedoch zeigt die Erfahrung der letzten 10 Jahre Kletterblogs und Foren in der Schweiz gerade dass es weiterhin Geheimgebiete geben wird. Dies einerseits, da ja zuerst ein Geheimgebiet besucht werden muss um es zu publizieren. Um dies zu finden muss man in einschlägigen Kreisen verkehren oder selbst Hand am Bohrhammer anlegen. Die Internetforen, Blogs und Klettergebietsseiten sind nur sekundäre Faktoren welche das Kletterverhalten beeinflussen. Eine gewisse Mobilität sowie die Pflege und den Betrieb von Blogs und Foren werden vorausgesetzt. Geheimnisse werden auf diesem Kanal kaum preisgegeben ausser der Betreiber macht sich in akribischer Arbeit auf die Suche nach Hinweisen von Geheimgebieten und setzt sich gegen ungeschriebene Grundsätze der Erschliesser, Locals hinweg.

Einen weitaus grösseren Anteil am fortbestehen und sogar dem neuen entstehen von Geheimgebieten haben die Kletterhallen. Früher wurde bei Eiseskälte und Sonnenschein das kleine Wändchen oberhalb der Baumgrenze in nebelfreier Lage zum Hotspot für wenige Wochen. Oder im Sommer das regensichere Dach über den kleinen boulderartigen Lochrouten, so schert sich heute kaum mehr jemand um das Feintuning der Gebietssuche. Man geht ganz einfach: In die Halle. Somit verkommen diese Gebiete zu stillen Oasen und Geheimgebiete.
Somit erkennen wir, dass im Verlauf der Zunahme der Kletteraktivitäten die Geheimgebiete weiter strikter Geheimhaltung unterliegen. Wie oben beschrieben haben die Kletterhallen einen nicht unwichtigen Anteil am Fortbestehen von Geheimgebieten. Weit wichtiger bleibt jedoch der emotionale sowie psychosoziale Gedanken welcher Geheimgebieten zugrunde liegt welche das Urtümliche des Klettersportes wiederspiegeln.

Daher unterscheiden wir zwei Gruppen von Geheimhaltern:
Die erste Gruppe sind die Interessenvertreter welche direkten Eigennutzen aus der Geheimhaltung ziehen. In der Übersicht eine nicht abschliessende Aufzählung von Nutzen der verschiedenen Vertreter:

- Die Erschliesser. Ruhige und langandauernde ungestörte intensive Auseinandersetzung mit dem Fels, der Natur, Verwirklichung eines kreativen Aktes der Entstehung von einem Klettergarten (In Kontakt treten mit Vertretern von Umweltschutz, Landeigner, ehemaligen Klettern in diesem Gebiet, Linienplanung, erhöhter Einrichtungsstandart mit Fixumlenkkarabiner und Projektexpressen evtl. Materialbox, Bänkli oder sogar Sofa am Wandfuss, Putzen&Säubern, Ergänzen & Ausbau, Entdecken der eingebohrten Routen, Klettern, Namensgabe, Topozeichnen, erste eigene Rotpunktbegehung, Prüfen der Routen von Freunden, Diskussion & stundenlanges Fachsimpeln und Lösungsfindung der Kletterzugabfolge, Pflege des Klettergartens, Teilhabenlassen anderer Kletternden, sozialer Akt, weitergeben von Know-how, Gedanken zur Veröffentlichung)

- Die Local. (Teilhaben an der Entstehung eines Klettergartens, physische Hilfe oder Teilnahme an den Erzählungen, sozialer Akt, teilen von Know-how, Insiderkentnisse, Klettern von immer wieder neuen Routen, Abenteuergeist, ruhiger Rückzugsort, direkte Interaktion mit dem Eröffner, Zugehörigkeitsgefühl)

Die zweite Gruppe sind Vertreter welche einen weitaus geringeren direkten Eigennutzen aus der Geheimhaltung ziehen. Den Prozess der Geheimhaltung daher akzeptieren und sogar begrüssen.

- Kletterer (Neues Klettergebiet mit neuen Routen, ruhiger Rückzugsort, Teilhabe an Insiderwissen, Teilen von Insiderwissen, Abenteuergeist, Freude am ungewöhnlichen Entdecken von Routen ohne Topo und Routenkentnisse, ruhiger Rückzugsort, Zugehörigkeitsgefühl)

- Kletterführerautoren (Auswahl, Publikation von nur den besten Gebieten, Kanalisation der Klettermassen in bereits etablierten Gebieten, eventuelle Geheimgebiete welche zu einem späteren Zeitpunkt publiziert werden können. Mit der Zeit, Säuberung des neuen Klettergebietes von losen Steinen, Erosion, bessere Zugangssituation, Steigerung der Erlebnisqualität eines etablierten Klettergebietes)

Geheimgebiete entstehen auch:

- Verbote, Beschränkungen. Sei es durch offizielle behördliche oder inoffizielle bilaterale Verbote oder Beschränkungen zwischen Kletternden und Landbesitzer oder Interessenvertreter wie Anwohner, Vereine. Die Verbote oder Beschränkungen sind verschiedentlich und können das Interesse an einem Klettergebiet sehr stark schmälern. So wenn der Zugang nun viel weiter und beschwerlicher ausfällt. (Z.Bsp.: Direkter Zugang durch Landbesitzer verwehrt. Dafür Benutzung eines bestehenden Wanderweges.) Saisonale Einschränkung während Jagd – Brut – oder Schonzeit. Weiter kann auch ein Publikationsverbot des Klettergebietes ausgesprochen werden. Die Massnahmen zielen darauf ab meist die Kletterer zu lenken. Einige solcher Gebiete wurden dadurch Opfer dieser Einschränkung und wurden bei Neupublikationen nicht mehr berücksichtigt da diese nicht mehr dasselbe Interesse der Klettergemeinde hervorrufen.

- Kletterführerautor vergisst genau zu recherchieren und vergisst Gebiete, oder verzichtet auf eine Publikation. Nicht Publikation auf Grund nicht mehr lohnenswert taxierter Kletterei, welche den heutigen Anforderungen nicht mehr entspricht.

- Vergessener Klettergarten wird neu geputzt und mit neuen Routen versehen und nicht neu veröffentlicht.

Generell sehen wir das an einem Geheimgebiet nicht nur der Erschliesser grossen Anteil an Entscheidungseinfluss hat. Er ist sicher der erste Entscheider und Beeinflusser was mit dem Klettergebiet passieren soll. Jedoch ist ebenso wichtig das weitere Kletterer diesen Willen unterstützen und hinter diesem Willen auch einen Sinn sehen. Auch wenn das für viele eine doch nicht klar verständliche eigennützerisch und selbstherrliche Tat ist. Das Errichten von Kletterrouten ist ein grosser Aufwand und für die Erstbegeher ein emotionaler Moment zugleich. Er soll die Entscheidung einem Gebiet dein Geheimstempel aufzudrücken nicht rechtfertigen jedoch sollte dieser besser Verstanden werden. Wir kennen viele Gebiete welche lange Jahre einen besonderen Geheimstatus innehatten und auch noch heute innehaben.

Von den schweizweit rund 2500 Klettergebieten wurden in der Zeitspanne der letzten 25 Jahre gerademal 1750 Klettergebiete beschrieben. Das heisst gerade mal 70%! Die anderen Gebiete werden geheim frequentiert oder gingen im Verlauf der Zeit vergessen und fristen ein Dornröschen Dasein.
Dank der scalamalade-areas.com Seite konnte bei einer Auswahl von Klettergebieten genau statistisch über 5 Jahre eingesehen werden welche Klettergebiete am meisten online konsultiert wurden. Das tatsächliche Verhalten wiederspiegelt diese Statistik nicht schlecht. So ist auszumachen dass der Trend der Kanalisierung in gewissen Klettergebieten zugenommen hat. In kleinen Klettergebieten bleibt das Interesse linear über die Jahre gleichbleibend. Ebenfalls mit Hilfe der Ticklists und Begehungen erwähnt auf 8a.nu konnten diese Daten überprüft werden.
Somit kann aus einer Auswahl von 250 Klettergebieten, diese wiederspiegeln die meistbesuchten Klettergebiete der Schweiz, eine Analyse erstellt werden welche zeigt das von dieser Anzahl 15 Gebiete, (7%) klassische Geheimgebiete sind, wo der Erstbegeher und die Locals eine Veröffentlichung strikt ablehnen. Bei 5 Gebieten (2%) sind Verbote oder Beschränkungen von Landeignern, Umweltverbänden oder weiteren die Ursache einer verordneten Geheimhaltung. Bei den restlichen (2%) wiederum 5 Klettergebieten ist dieses immer wieder publiziert, jedoch erhält es dennoch nie die eigentliche verdiente Beachtung auf Grund der Publikation von nur wenigen Routen des Gebietes, unvorteilhafter Beschreibung oder weglassen in den neusten Führern.
Wenn wir von jenen 250 meistfrequentiertesten Klettergebieten ausgehen sind somit immerhin knapp 10% Geheimgebiete wo man meist alleine oder im engsten Kreise klettert. Unglaublich erscheint uns das von den 2500 Klettergebieten in der Schweiz klettern wir in 2250 Klettergebieten welche veröffentlicht wurden mehrheitlich alleine!

Wir dürfen nicht vergessen das Schwierigkeitsgrade, Absicherungszustand, Zugänglichkeit und Routenanzahl einen grossen Einfluss auf die Frequentation der Klettergebiete hat. Mit den statistischen Zugriffswerten kann klar gesagt werden wo die Klettergemeinde ihre Finger lang zieht: In Klettergebieten wie: Arcegno, Ponte Brolla und Cevio, Lehn, Neuhaus, Wilderswil, Schartenflue/Gempen, Falkenflue, Pelzli, Alter Klettergarten Balsthal/Klus, Simplon Dorf, Bramois, Dorenaz, Galerie. Generell kann gesagt werden das alle Gebiete welche durch die Filidor Führerserie abgedeckt sind das non plus ultra sind betreffend regelmässiger Frequentation.
Es gibt Geheimgebiete welche nach einer Zeit ihres Daseins veröffentlicht werden. So wurden die Informationen zu den Routen an den Wendenstöcken mit den Jahren ein bisschen generöser preisgegeben. Dennoch behalten viele Routen ihren Geheimstatus bei. Gerade in der Innerschweiz gab es viele Geheimgebiete, diese wurden ebenfalls mehrheitlich mit der Veröffentlichung neuer Führer in den letzten Jahren preisgegeben. Im Glarnerland zum Beispiel mit dem Erscheinen des Topoführers GL Climbs von Felix Ortlieb. Und auch die Urner und die Haslitaler wo die meisten Klettergebiete geheim sind, öffneten zumindest ein wenig die Geheimschattule. Nächster grosser Schlag ist geplant mit dem Kletterführer Neuenburg/Waadtland für das Jahr 2019. Auch diese Region war bisher eine geheimnisvolle Ecke.

Die wenigsten Fristen einen lupenreinen Geheimstatus von den Erstbegehern gehütet wie der Augapfel. Die meisten Klettergärten verlieren im Laufe der Zeit ihre Anziehungskraft trotz grosszügiger Publikation. Doch jeder Klettergarten hat sein berechtigtes Dasein da er eine Spielwiese für Kletterer darstellt. Wir denken an die stillen Perlen welche Topklettergebiete sind jedoch, auch hier statistisch belegt sehr selten besucht und beinahe vergessene Klettergebiete sind wie: Oberdörfler Chlus (ohne Bubichof), Leenflue bei Niederbipp, Abendberg, Ärmighorn.

Geheimgebiete werden uns auch weiter in ihren Bann ziehen, viele neue Abenteuer bleiben uns erhalten. Bis zum nächsten Bild in einer unbekannten Route und schon wird wieder gesucht, geforscht und rekognosziert. Bis wir selbst die Wand berühren.

Am 05.April werden ganz viele neue Geheimnisse preisgegeben anlässlich der Präsentation des neuen Kletterführers Neuchatel/Vaud. Scalamalade berichtet.

Klettergarten Eröffnung Raum Olten

Bei diesen warmen Temperaturen glühen der Bohrhammer und die Bürsten verlieren ihre Borsten. Der Klettergarten glänzt im schönen Sonnenlicht! Neue Routen erblicken auch diesen Winter das Licht.
Gerne lade ich alle interessierte Kletterer (Kletterkenntnisse im Klettern in Klettergärten müssen vorhanden sein) aus dem Raum Olten, Solothurn, Langenthal herzlich ein zu einem Klettertag.
Anmeldung erwünscht an Guido Ammon 079/401 12 60 oder guido.ammon@scalamalade.com
Der genaue Treffpunkt wird dann später mitgeteilt.

Schultergelenkentzündung Frozen shoulder

Nachfolgend ein langer Text welcher die Problematik von Schultergelenkverletzungen beim Klettern näher beschreibt.

Wir alle sind beim ausüben unseres Lieblingssportes sehr bedacht auf die Gesundheit. Beim Klettern haben wir es mit einem sehr gesunden Sport zu tun, wo unterschiedliche Körperpartien beansprucht werden. Statistisch gesehen gibt es sehr wenige vom Klettersport ausgehende Verletzungen.

Oft haben wir es mit muskulären Überbelastungen zu tun welche mit einer gezielten Trainingsplanung behoben werden können. Nur Bouldern am Limit ist sicherlich nicht zu empfehlen als Training. Die Trainingsmöglichkeiten sind heute auf einem sehr hohen professionellen Niveau. Für einen Kletternden mit einem Niveau 7a genügt ein wöchentliches Training a 2 h Bouldern oder 4h Seilklettern in der Halle.

Je sicherer wir uns in einem Schwierigkeitsgrad bewegen, je geringer ist die Gefahr einer Verletzung. Hierzu dient uns die Pyramide, welche als Gradmesser gilt ob wir einem Risiko ausgesetzt sind oder nicht. Dabei gilt bevor wir einen neuen Schwierigkeitsgrad in Angriff nehmen sollten wir bereits einige Routen des Schwierigkeitsgrades davor geklettert haben, sowie ein vielfaches der leichteren Schwierigkeitsgrade.

Schwerwiegender sind Sehnenverletzungen. Hier gilt es ganz klar genügend lange Heilungszeit einzuplanen. Generell wird zu oft trainiert, gerade Kletterneulinge sind zumal sehr enthusiastisch unterwegs mit mehreren wöchentliche Trainings. Die Finger können hie und da dann schon mal Schmerzen. Was nicht sein muss.

Nachfolgend nun eine Verletzung welche schwerwiegende Konsequenzen hatte, welche mir (Guido) das Klettern während beinahe 2 Jahren verunmöglichte. Eine Leidensgeschichte ohne dass ich mir eine Verletzung zuzog.

Ich klettere seit ich 14 Jahr alt bin, seit mehr als 20 Jahren immer wieder 7a-7c. Ich wurde urplötzlich vom Symptom eines stechenden Schmerzes im Schultergelenk heimgesucht beim klettern. Zunächst wussten auch die Ärzte keinen Rat. An ein klettern war nicht mehr zu denken. Die Ursache konnte sich auch niemand erklären.

Nach weiteren Konsultationen traf ich auf einen Arzt der sofort und ganz klar eine Entzündung der Sehne welche zum Schultergelenkinnenraum führt diagnostizierte. Weiter wurde nun eine Frozen Shoulder (Schultersteife) diagnostiziert.

Auf der Suche nach Informationen wie der Krankheitsverlauf ist, und wie und wann ich wieder klettern kann wurde ich im Internet nicht richtig fündig. Daher verfasse ich diesen ausführlichen Bericht. Ich hoffe mit meiner Erfahrung anderen Mut und Unterstützung zu bieten.

Zu Beginn war dieser brachiale, punktuell stechende Schmerz in der Schulter bei einem Seitwärtszug. Der Schmerz verunmöglichte jegliche Kraft aufzubauen um den Zug auszuführen, ich fiel regelrecht ab wie ein Sack. Einfaches Klettern ging, jedoch resultierte dies ebenfalls mit schneller Ermüdung und zunehmendem Schmerz. Auch im alltäglichen Leben nimmt der Schmerz während 3 Monaten zu. Etwas tragen, etwas vom Küchenschrank entnehmen, Jacke anziehen. Der Schmerz nimmt zu und man kann nichts machen.
Diese Symptome nennt man Bewegungsschmerz in den drei Phase bei einer Frozen Shoulder. Dem Klettern wie auch, je nach Beruf, dem Arbeiten muss umgehend abgesagt werden. Die Entzündung muss ärztlich behandelt werden. Bei mir wurde leider zu lange mit der Bekämpfung der Krankheit zugewartet, da unklar war was die Diagnose ist. Bei mir wurde dann Cortison direkt in die betroffene Schulterpartie gespritzt. Das erste mal nach 6 Monaten nach Beginn der Schmerzen. Mittlerweile, nach Beginn der Schmerzen bis Ende der Schmerzen und Cortisonbehandung vergingen 15 Monate. Mittlerweile war die Bewegungsfreiheit, frontal 50%, seitlich 30%, arg eingeschränkt! An ein Klettern war nur draussen in plattigem Gelände zu denken, jedoch waren die Sorgen um das geliebte Hobby noch die geringsten! Der Alltag gestaltete sich sehr schwierig.
Die zweite Phase der Einsteifungsphase geht mit der Aufhebung der Beweglichkeit einher. Ab hier begleiten einem vor allem leichte Schmerzen, jedoch kommt es zu massiver Beeinträchtigung des Schlafes. Nurmehr auf dem Rücken kann man schlafen, da die Schulter bei Belastung schmerzt. Auch ist diese Zeit sehr schwierig da man nicht weiss wie die Beweglichkeit wieder erlangt werden kann. Psychologisch eine Zeit voller Selbstzweifel. Überall im Alltag stösst man an Grenzen!

Der Facharzt verordnete nach 15 Monaten das erste mal Physiotherapie. In meinem Fall war dies zu spät, da bei Frozen Shoulder die Einsteifungsphase entscheidend ist für die Wiedergenesung. Je weniger die Weichteile sich verkrusten, je weniger wird die Beweglichkeit eingeschränkt. Daher muss unbedingt der Bewegungsschmerz behandelt werden damit die Entzündung so schnell wie möglich abschwillt. Daher ist es auch wichtig die Arbeit ruhen zu lassen und sich auf die Krankheit zu konzentrieren. Dies klingt schwierig weil es keine eindeutige Diagnose gibt. (Zudem werden viele dem Klettern die Schuld zuweisen. Ist jedoch unmöglich.) Ich kletterte vor Beginn der Schmerzen wenig und nur im Grad 6c-7a. Nicht höher. Und wegen nur einem brachialen Zug verletzt man das Schultergelenk kaum, ohne es mechanisch zu beschädigen.
Bei mir war die Blattsehne arg angescheuert. Dies auf Grund der Entzündung und des nun zu engen Durchlass der Sehne vom Schulterblatt zum Schultergelenkinnenraum.

Wichtig ist die Schulter und den Arm zu bewegen, therapeutisch so wie auch selbst zu Hause. Die Übungen werden vom Arzt und dem Physiotherapeuten gezeigt. Somit kann dem einsteifen entgegengewirkt werden. Dies ist extrem wichtig, da nach Beginn der Physiotherapie bis zum Wiedererlangen einer akzeptablen Beweglichkeit ca. 12 Monate vergehen. Je weniger stark die Bewegungseinschrankung je besser die Aussichten wieder annähernd 95% der Beweglichkeit zu erlangen. Eines gleich vor Weg, die volle Beweglichkeit zu erlangen wie vor der Krankheit wird von allen Ärzten als nicht möglich erachtet. Nach persönlicher Erfahrung ist dem auch so. Während den beiden Phasen sollte auf das Klettern vollständig verzichtet werden. Davon ausgeschlossen sind sehr leichte Grat - oder Plattentouren am Fels.

Die dritte Phase der Lösungsphase ist von Person zu Person unterschiedlich. Hier spielen Alter, allgemeine Fitness, Grad der Einsteifung, Dauer der Einsteifung, Eigenmotivation, sowie verordnete Therapie eine erhebliche Rolle. Die gute Nachricht, Klettern als gesunde Sportart kommt dem Heilungsprozess entgegen und unterstützt das Wiedererlangen der Beweglichkeit. Mit dem Beginn der Physiotherapie kann nun auch zwei mal monatlich der Gang in die Kletterhalle oder an den Fels unternommen werden. Jedoch gilt hier strikt: Kein Bouldern!!, kein Training im eigentlichen Sinne sondern nur gezieltes Bewegen des Körpers und der beeinträchtigten Partie in max. senkrechter Wand bis 5c-6a. Es wird während den 12 Monaten Physiotherapie immer wieder Rückschläge geben. Verspannungen kommen nun häufig vor. Bei mir war es so, und ich legte immer wieder einen bis zwei Monate Pause ein mit Klettern.

Aktuell bin ich bei 30 Monaten seit Schmerzbeginn angekommen! Seit 15 Monaten in Behandlung in Physiotherapie. Und erst jetzt kann ich sagen habe ich wieder so viel Beweglichkeit erlangt, dass ich den Alltag ohne Einschränkungen bewerkstelligen kann. Auch beim Klettern kann ich mich wieder jenseits der 7a bewegen. Obwohl ich weiss das nur mehr ein wöchentliches Training sein soll um nicht andere Überbelastungen zu provozieren auf Grund dessen dass ich anormal bewege mit der beeinträchtigten Schulter. Bei wöchentlichem mehrmaligem strengen klettern ermüde ich zu stark und die Schulter, der Rücken wird zu verspannt.

Ich möchte allen Mut zusprechen, welche Schulterverletzungen und Frozen Shoulder diagnosen haben, denn der Heilungsprozess ist sehr lang und verlangt sehr viel Fingerspitzengefühl. Jedoch bietet gerade eine Frozen Shoulder ein bestes Beispiel wie Dank Physiotherapie und Klettern eine markante Verbesserung der Beweglichkeit möglich ist. Alle Ärzte attestieren mir eine beeindruckende Beweglichkeit an der betroffenen Schulter nach einer solangen Einsteifungsphase. Ich bin sehr froh darüber keine Einbusse der Lebensqualität zu haben und heute wieder so zu klettern wie ich es mir Wünsche.

In diesem Sinne gilt jetzt wieder Rock on!!! wie ne more!!

Fotos meiner Beweglichkeit:

Injured shoulder movement restricted about 50% December2016Injured shoulder movement restricted about 5% November 2018Good shoulder no movement restriction November 2018

Alpsteinmarathon Speedbegehung

Nach dem doch sehr heissen Sommer und der bei vielen witterungsbedingten Auszeit wächst der Drang wieder den Fels unter die Füsse zu nehmen.
Nicht alle haben sich dem Dolce far niente hingegeben. Einige haben wiederum Spitzenleistungen an den Tag gelegt!

So haben der Schweizer Roman von Schulthess und der bekannte Deutsche Kletterer Michi Wohlleben am 07.06.2018 den Alpsteinmarathon in 1:41:33 durchklettert. Die Route misst 835 m, 21 Seillängen. Eine beeindruckende Zeit, welche den bisher gehaltenen Rekord deutlich unterbot.
Der Alpsteinmarathon ist wie der Name es verrät im Alpstein gelegen und endet kurz unterhalb des Hundsteins weit oberhalb des malerischen Fälensees. Thomas Wälti der eifrige Erschliesser in der Ostschweiz und auch Führerautor des Kletterführers Churfirsten-Alvierkette-Fläscherberg hat die Route im Jahr 2006 eröffnet, seither ist sie einer der grossen Klassiker und anerbietet sich für Kletterer im soliden 6b Grad. Immer wieder sind seither neue lohnende Routen hinzugekommen.
Wer es in die Region zieht und gerne noch auf der Suche nach langen Klassikern ist der findet untenstehend visuelle Eindrücke in den ausführlichen Video's.

https://www.youtube.com/watch?v=xhjjiSL1EfA Rote Freiheit
https://www.youtube.com/watch?v=pm8DZtdZISs Alpsteinmarathon

Hier auch noch einige Fotos des Schnellzugsduos: Roman von Schulthess und Michi Wohlleben.
Roman gehörte dem ersten SAC-Expeditionsteam an war zudem Scalamalade Athlet. Bilder: Roman von Schulthess

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